Warum du dich nach dem Training so gut fühlst
Kennst du dieses warme, klare Gefühl nach dem Training? Dein Kopf ist freier, der Körper wach, die Laune besser. Lange wurden dafür vor allem Endorphine verantwortlich gemacht. Heute wissen wir: Es steckt noch viel mehr dahinter. Wenn deine Muskeln arbeiten, senden sie kleine Botenstoffe aus, die im ganzen Körper wirksam sind. Diese Botenstoffe heißen Myokine – und sie können erstaunlich viel: von der Immunabwehr über den Fettstoffwechsel bis hin zu Stimmung und Gehirnleistung.
Das Beste: Du musst kein Profi sein, um davon zu profitieren. Schon jedes Training bei uns im Fit-Inn Trier auf dem Hirtenberg setzt diese Effekte in Gang. Deine Muskeln sind nämlich nicht nur Kraftpakete – sie sind auch eine körpereigene Apotheke.
Was sind Myokine? Die körpereigene Apotheke deiner Muskeln
Stell dir deinen Muskel wie eine Drüse vor. Immer wenn er sich zusammenzieht – egal ob beim Krafttraining, auf dem Crosstrainer oder bei einem flotten Spaziergang an der Mosel – schüttet er Myokine aus. Diese Signalstoffe reisen über das Blut zu Organen wie Gehirn, Leber, Fettgewebe oder dem Immunsystem. Dort wirken sie wie fein abgestimmte Medikamente aus der eigenen Apotheke:
- Sie steuern Entzündungsprozesse.
- Sie beeinflussen, wie gut du Fett verbrennst und Zucker verarbeitest.
- Sie kommunizieren mit deinem Gehirn und fördern Stimmung, Motivation und kognitive Leistung.
- Sie unterstützen die Reparatur und Anpassung deiner Muskeln.
Wissenschaftlich belegt ist das schon seit Jahren: Skelettmuskulatur gilt als endokrines Organ – also ein Organ, das Hormone und Botenstoffe produziert (Pedersen, Nature Reviews Endocrinology; Eckel et al., PMC).
Einfache Beispiele für Myokine
- IL‑6 (Interleukin‑6): Akut ein „Energiesensor“, der Fettverbrennung und Zuckeraufnahme erhöht und Entzündungen dämpft, wenn er aus dem Muskel kommt (J Appl Physiol: https://journals.physiology.org/doi/full/10.1152/japplphysiol.00098.2005).
- Irisin: Unterstützt das „Browning“ von weißem Fettgewebe – es wird stoffwechselaktiver (Nature: https://www.nature.com/articles/nature10777).
- IL‑15: Hängt mit Muskelaufbau zusammen und beeinflusst das Verhältnis von Muskel zu Fett.
- Cathepsin B: Steht in Verbindung mit verbesserter Gedächtnisfunktion über den Einfluss auf BDNF im Gehirn (Cell Metabolism: https://www.cell.com/cell-metabolism/fulltext/S1550-4131(16)30370-3).
- Enzymwege wie PGC‑1α: Verändern den Tryptophan-Kynurenin-Stoffwechsel und schützen das Gehirn vor stressbedingter Belastung (Cell: https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(14)01025-5).
Keine Sorge: Du musst dir diese Namen nicht merken. Wichtig ist die Idee: Dein arbeitender Muskel sendet gute Nachrichten in den ganzen Körper.
Die Vorteile: Was Myokine für dich leisten
Hier die Wirkungen kompakt – und anschließend jeweils kurz erklärt:
- Stärkung des Immunsystems
- Fettverbrennung & Stoffwechsel-Booster
- Positive Wirkung auf Psyche/Gehirn (die „Hope Molecules“)
- Entzündungshemmende Wirkung
Stärkung des Immunsystems
- Regelmäßige Bewegung verbessert die Immunüberwachung und hält Abwehrzellen flexibel. Myokine wie IL‑7 und IL‑15 spielen eine Rolle in der T‑Zell-Homöostase und Immunfitness.
- Moderate Aktivität senkt das Risiko für Infekte, während extremes Übertraining das Gegenteil bewirken kann – die Dosis macht’s (Nieman & Wentz, J Sport Health Sci) .
Praxis-Tipp:
- Schon 10–20 Minuten zügiges Gehen oder ein kurzer Zirkel im Studio können die immunaktive „Welle“ auslösen. Konstanz schlägt Perfektion.
Fettverbrennung & Stoffwechsel-Booster
- IL‑6 aus arbeitenden Muskeln fördert kurzfristig die Fettfreisetzung aus Depots und erhöht die Fettoxidation in der Muskulatur. Gleichzeitig verbessert Bewegung die Insulinsensitivität – Zucker wird schneller in die Zellen gebracht (J Appl Physiol
- Das Myokin Irisin unterstützt die „Braunfärbung“ weißer Fettzellen – sie verbrauchen dann mehr Energie als Wärme (Nature
Praxis-Tipp:
- Kombiniere Krafttraining (Muskeln als Stoffwechselmotor) mit Ausdauer (Fettverbrenner). Ein kurzer Intervall-Block am Ende deines Krafttrainings setzt einen starken Myokin-Peak.
Positive Wirkung auf Psyche/Gehirn – die „Hope Molecules“
Myokine werden oft als „Hope Molecules“ bezeichnet, weil sie das Gehirn in einen adaptiven, belastbaren Zustand versetzen können:
- Bewegung aktiviert in der Muskulatur Programme (z. B. über PGC‑1α), die den Kynurenin-Stoffwechsel verändern und das Gehirn vor stressbedingten Effekten schützen (Cell).
- Cathepsin B aus Muskelkontraktionen ist mit mehr BDNF und besserer Gedächtnisleistung verbunden (Cell Metabolism).
- Bewegung erhöht außerdem die Durchblutung und die Nervenzellplastizität – du fühlst dich wacher, fokussierter und stabiler.
Praxis-Tipp:
- Wenn die Motivation fehlt: Starte mit 5 Minuten. Schon die ersten Kontraktionen schieben Myokine an. Oft kommt die gute Laune währenddessen.
Entzündungshemmende Wirkung
- Akut freigesetztes IL‑6 aus dem Muskel stimuliert entzündungsauflösende Wege (z. B. IL‑10) und hemmt proinflammatorische Zytokine wie TNF‑α (J Appl Physiol https://journals.physiology.org/doi/full/10.1152/japplphysiol.00098.2005).
- Langfristig senkt regelmäßige Bewegung die niedriggradige Entzündung – ein zentraler Faktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ‑2‑Diabetes und manche Gelenkbeschwerden.
Praxis-Tipp:
- Sanfte Zone‑2‑Einheiten (lockere Ausdauer, bei der du noch sprechen kannst) liefern entzündungshemmende Effekte ohne zu belasten.
Wie viel Training reicht? Realistische Empfehlungen für Trier
Gute Nachricht: Schon wenig hilft. Dein Körper reagiert empfindlich auf Kontraktionen – und die passieren auch bei kurzen Einheiten.
- Für Einsteiger: 2–3× pro Woche 30–45 Minuten Training plus möglichst tägliche Aktivität (Treppen, Spaziergänge).
- Für Fortgeschrittene: 3 Krafttrainings plus 1–2 Ausdauereinheiten funktionieren sehr gut.
- WHO-Empfehlung: Mindestens 150–300 Minuten moderate Ausdauer oder 75–150 Minuten intensive Ausdauer pro Woche, plus 2× Kraft (WHO Leitlinien).
Wichtig:
- Konstanz vor Intensität. Zwei solide Einheiten pro Woche sind nachhaltiger als eine heroische, aber unregelmäßige Vollgas-Session.
- Myokine reagieren auf Kontraktionshäufigkeit und Muskelmasse. Jede große Muskelgruppe einbinden (Beine, Rücken, Brust, Rumpf) – das verstärkt den Effekt.
Praxis im Fit-Inn Trier: So aktivierst du deine Muskel-Apotheke
Wir im Fit-Inn Trier sind überzeugt: Training darf einfach starten, individuell sein und Spaß machen. Hier ein paar Wege, wie du deine Myokin-Apotheke sicher und effektiv „aufschließt“.
Einstieg: 30-Minuten-Zirkel
- - 5 Min Aufwärmen (Ruderergometer oder Bike, locker)
- - 3 Runden Kraft:
- - Kniebeuge an der Multipresse oder Goblet Squat – 10–12 Wdh
- - Rudern am Kabel – 10–12 Wdh
- - Hüftstrecken/Hip Thrust – 10–12 Wdh
- - Brustdrücken – 10–12 Wdh
- - Plank – 30–45 Sek
- - 5 Min „Myokin-Finish“: Intervall auf dem Bike 20 Sek zügig, 40 Sek locker × 5
Warum es wirkt: Große Muskelgruppen = viele Kontraktionen = starker Myokin-Impuls.
Kurz & knackig: 15-Minuten-Rettungsanker
- 3 Min Aufwärmen
- EMOM 10 Min (Every Minute On the Minute):
- Min 1: 12 Kettlebell Deadlifts
- Min 2: 10 Liegestütz (oder erhöht)
- 2 Min entspannt ausradeln
Warum es wirkt: Hohe Kontraktionsdichte in kurzer Zeit. Perfekt, wenn der Tag voll ist.
Fokus Ausdauer: Zone‑2 + kurzer Peak
- 20–30 Min lockeres Cardio (Puls so, dass du Sätze sprechen kannst)
- 5 Min Abschluss mit 5× 30 Sek zügig, 30 Sek locker
Warum es wirkt: Sanfte entzündungshemmende Welle plus kleiner Stoffwechsel-Boost.
Unser Team am Hirtenberg zeigt dir gern, wie du Technik, Umfang und Intensität sinnvoll steigern kannst. Du musst weder Rekorde jagen noch dich kaputt machen. Dein Tempo zählt – die Myokine kommen trotzdem.
Häufige Fragen und Mythen
„Nur Hardcore-Workouts bringen Myokine.“
Falsch. Schon moderate Kontraktionen lösen die Ausschüttung aus. Intensität kann Impulse verstärken, aber das Fundament ist Regelmäßigkeit.
„Ohne Muskelkater keine Wirkung.“
Muskelkater ist kein Qualitätsmerkmal. Myokine werden bei Kontraktion freigesetzt – auch ohne Mikrorisse und Kater.
„Ich bin zu alt dafür.“
Im Gegenteil. Gerade mit zunehmendem Alter hilft dir Myokin-„Pharmazie“ gegen Entzündung, Muskelschwund und Stoffwechselprobleme. Mit gezielter Begleitung trainierst du sicher und profitierst besonders.
„Ich habe wenig Zeit – lohnt sich das?“
Ja. Mikrodosen (5–15 Min) zählen. Denk in „Einheiten der Woche“, nicht in „perfekte Tage“. Jede Dosis bringt deine Myokin-Kur in Gang.
„Ist das wissenschaftlich belegt?“
Ja. Eine große Anzahl Studien beschreibt den Muskel als endokrines Organ und die vielseitigen Effekte der Myokine (Nature Reviews Endocrinology; PMC-Übersicht).
Mini-Fallbeispiel aus dem Studio
- Anna, 43, Bürojob: Startete mit 2×/Woche 30 Minuten Zirkel. Nach 6 Wochen berichtet sie von besserem Schlaf und weniger Nachmittagstief. Ihr Ziel war „einfach fitter werden“ – erreicht durch konstante Myokin-Impulse, nicht durch radikale Diäten.
- Karl, 67, Kniearthrose: Mit angepasstem Kraft- und Ausdauerprogramm (viel Zone‑2, gelenkschonende Übungen) fühlt er sich beweglicher, Alltagswege fallen leichter. Entzündungshemmende Effekte der Bewegung helfen – ohne Medikamente zu ersetzen, aber als starke Ergänzung.
Die Erfolgsformel ist unspektakulär, aber wirksam: regelmäßig Kontraktionen, sauber ausgeführt, in deinem Tempo.
Wissenschaftlich neugierig? Ein kurzer Blick hinter die Kulissen
- Akute Belastung erhöht IL‑6 im Blut, was die Glukoseaufnahme im Muskel steigert und Fett als Energiequelle nutzt. Gleichzeitig triggert IL‑6 antiinflammatorische Mediatoren wie IL‑10 (J Appl Physiol).
- Regelmäßiges Training moduliert PGC‑1α in der Muskulatur, verändert den Tryptophan/Kynurenin-Stoffwechsel und schützt das Gehirn (Cell).
- Myokine wie Irisin beeinflussen Fettzellen hin zu mehr Thermogenese (Nature).
- Cathepsin B hängt mit Gedächtnisverbesserungen zusammen (Cell Metabolism).
Kurz gesagt: Deine Muskulatur ist ein Orchestrierer der Systemgesundheit.
Bezug zu Fit-Inn Trier: Jedes Training zählt
Im Fit-Inn Trier glauben wir nicht an elitäre Parolen. Wir glauben an dich – und an den Effekt von jedem Training.
- Du brauchst keine perfekte Woche. Du brauchst einen nächsten Termin, an dem deine Muskeln kontrahieren.
- Du musst kein „Fitness-Typ“ sein. Du bist Teil unserer Trainingsfamilie – wir holen dich dort ab, wo du stehst.
- Wir achten auf Technik, Progression und deine Lebensrealität. Denn Myokine honorieren nicht die größten Egos, sondern die beste Beständigkeit.
Call to Action: Aktiviere deine Apotheke
Lust bekommen, deine Muskel‑Apotheke zu aktivieren? Komm vorbei ins Fit-Inn Trier am Hirtenberg. Gemeinsam finden wir deinen Einstieg – unkompliziert, persönlich und wirksam. Ob 15 Minuten oder 45, ob Einsteiger oder Wiedereinsteiger: Wir helfen dir, das Beste aus dir herauszuholen.
Starte heute. Deine Myokine arbeiten ab der ersten Wiederholung für dich – fürs Immunsystem, den Stoffwechsel, die Laune und ein entzündungsärmeres Leben.
Fazit: Kleine Kontraktionen, große Wirkung
- Muskeln sind ein Drüsenorgan: Bei jeder Kontraktion setzen sie Myokine frei – Botenstoffe mit Systemwirkung.
- Die Effekte sind breit: Immunkick, Fettverbrennung, Gehirn & Stimmung, entzündungshemmend.
- Schon kurze, regelmäßige Einheiten reichen, um die innere Apotheke zu öffnen.
- Im Fit-Inn Trier bekommst du das Umfeld, die Anleitung und die Motivation, dranzubleiben – ohne Druck, aber mit Plan.
Komm vorbei, sag Hallo und lass uns gemeinsam loslegen. Deine Muskeln können mehr, als du denkst – sie sind deine eigene Apotheke.



